Google erkennt jetzt auch Links in Bildern

Mittwoch 1. April 2009 von Markus

Die externe Verlinkung einer Website ist ein entscheidendes Ranking-Kriterium für Suchmaschinen. Je mehr thematisch passende und ebenfalls gut verlinkte Websites auf die eigene Website verlinkt, desto besser werden die Rankings der eigenen Website.

Über die Google-Suchanfrage “link:www.domain.de” kann man abfragen, welche anderen Sites auf eine bestimmte Domain verlinken. Wir überprüfen regelmäßig die Google-Ergebnisse für tausende von Websites, um neue Trends bei der Verlinkung aufzudecken. Dabei sind uns viele seltsame Suchergebnisse aufgefallen, die es erst seit einigen Tagen gibt.

Hier ein Beispiel:

google-links-twq-klein

Das erste Suchergebnis ist sehr seltsam, denn es zeigt an, dass ein Bild auf die abgefragte Domain (www.twq.de) verlinkt. Wir haben hier erst an einen Fehler geglaubt und überprüft, ob es von der Seite www.business-und-marketing.de einen Link auf die Website www.twq.de gibt. Einen solchen Link konnten wir aber nicht finden.

Wenn man sich aber das Bild (http://www.business-und-marketing.de/wp/wp-content/uploads/2007/10/plakatmotiv01.jpg) anschaut, das Google als Ergebnis liefert, sieht man, dass dort die Domain www.twq.de abgedruckt ist.

Anscheinend ist Google also in der Lage, Domains und auch komplette URLs in Bildern zu erkennen. Nach einer Analyse von 12.491 Domains und deren Verlinkung haben wir insgesamt 5.031 Beispiele solcher Fälle gefunden, in denen Google in der Lage ist, Links in Bildern zu erkennen. Nochmal: Es geht nicht um ein verlinktes Bild (also <a href=”"><img src=”"></a>), sondern um Bilder, die nicht verlinkt sind, aber im Bild selber eine Domain oder URL erwähnen.

In vielen Fällen klappt das aber auch noch nicht, z.B. bei diesem Bild:
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Magazine/emags/economy/045/Medien/sp-1-invest-in-germany,property=poster.jpg

Der Link ist anscheinend einfach zu klein, so dass Google die URL nicht erkennen kann.

Was schlussfolgert aus diesem neuen Feature?

Wer auch immer Banner oder Buttons an Dritte rausgibt, sollte sicherstellen, dass dort die eigene URL klar zu lesen ist. Es ist relativ schwierig, dort feste Vorgaben (z.B. >12 px Höhe) zu machen, aber man sollte schon darauf achten, dass die Schrift angemessen groß ist und der Hintergrund möglichst einfarbig ist. Auch scheint es bei ersten Tests so zu sein, dass Google mit Serifen-Schriften schlechter klarkommt. Falls möglich sollte man also Schriften ohne Serifen (z.B. Helvetica) einsetzen.

Insgesamt sehen wir übrigens auch erste Anzeichen, dass die Erkennung der URLs auch beim neuen Streetview-Programm eingebunden werden wird. Wenn es also irgendwo ein Plakat gibt und dieses vom Google-Auto fotografiert wird, sollte auch dieser Link zählen. In diesem Fall wären große Unternehmen aber klar im Vorteil, da kleinere Online-Shops und Startups wohl nur sehr selten Plakatwerbung schalten werden.

Aber auch hier scheint es erste Trends zu geben, bei denen (wie so oft im Vorreiterland USA) die Routen der Google-Autos vorherberechnet werden, um dann pünktlich an einem bestimmten Ort zu erscheinen und dort ein Plakat in die Kamera zu halten. Dieser Trend (“Streetview Ad Delivery” genannt) wird wohl auch bald nach Deutschland kommen.


Markus Hövener ist geschäftsführender Gesellschafter der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion und Chefredakteur des Magazins suchradar.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 1. April 2009 um 06:30 und abgelegt unter SEO. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können zum Ende springen und ein Kommentar hinterlassen. Pings sind im Augenblick nicht erlaubt.

2 Kommentare über “Google erkennt jetzt auch Links in Bildern”

  1. AndreasNo Gravatar schrieb:

    Erst wollte ich ja glauben aber dann wurde mir das heutige Datum bewusst. APRIL APRIL

  2. WinfriedNo Gravatar schrieb:

    Hallo,
    das ist ja eine sehr interessante Neuerung von Google die Ihr herausgefunden habt. Damit haben wir ganz neue Möglichkeiten im SEO Altag ;-)

    April April
    Winfried

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