Die Internetkapitäne

Das SEO/SEM-Blog von Bloofusion

Archiv für März, 2009

Neues AdWords-Interface: Auf Workflow optimiert

Freitag 27. März 2009 von Markus

Für das Online-Interface von Google AdWords gibt es schon seit einiger Zeit eine geschlossene Beta-Phase, in der man ein neues Interface ausprobieren. Wer die offizielle Seite bei Google aufruft, kann sich entweder für die Beta-Phase anmelden oder ein paar “Educational videos” anschauen, die die Neuerungen erläutern.

Auf den ersten Blick sieht das alles echt gut aus. Das Ganze wurde auf typische Workflows optimiert, so dass man viele Einstellungen jetzt viel effizienter hinbekommt. Mir gefällt vor allem:

  • Die schnellen Filter-Möglichkeiten (z.B. “zeig mir alle Keywords, die >150 Klicks, aber null Conversions haben”)
  • Schnellere Kontrolle im Content-Netzwerk
  • Viele Funktionen (z.B. das Ändern von Bids) gehen jetzt über AJAX, so dass man die Seite nicht verlassen muss
  • Schnelles Abrufen von Suchanfrageberichten und sofortige Maßnahmen (z.B. Keyword ausschließen)

Man sieht einfach, dass Google da seine Hausaufgaben gemacht hat und das ganze Interface auf Standard-Situationen hin optimiert hat. Ob sich das Ganze auch in der Praxis bewährt, testen wir gerade.

Kategorie: SEM | Keine Kommentare »

Google Insights liefert noch umfangreichere Daten

Mittwoch 25. März 2009 von Markus

Google hat ein Update von Google Insights for Search vorgestellt - ein Tool, mit dem man Trends in Suchmaschinen erforschen kann.

Interessant ist dabei vor allem die neue Möglichkeit, bestimmte Google-Datenbanken gezielt anzuzapfen, und zwar Web-Suche, Bilder-Suche, News-Suche und Produkt-Suche:

google-insights

Man kann also zukünftig noch gezielter nach Trends suchen und die eigenen Aktivitäten darauf ausrichten.

Kategorie: SEO | 2 Kommentare »

SEO bei großen Unternehmen - schwierig, schwierig, schwierig, …

Mittwoch 25. März 2009 von Markus

Arne von Adzine hat mir eben einen Link zugeschickt:

Fortune 500™ Struggling with SEO - According to Conductor’s Latest Research Report

Er hat mich dann gefragt, wie’s damit wohl in Deutschland aussieht - also ob die deutschen Top-Unternehmen auch ähnlich schlecht in Bezug auf SEO aufgestellt sind.

Ich habe da jetzt keine Zahlen zur Hand, aber aus meiner Erfahrung ist das wohl alles vergleichbar. Prinzipiell sehe ich da zwei Gründe:

  1. Das Thema SEO ist noch nicht bei allen Unternehmen angekommen bzw. genießt noch nicht den Stellenwert, um andere Entscheidungen beeinflussen zu können.
  2. Andere Faktoren (z.B. der stationäre Handel) sind wichtiger als SEO.

Ein gutes Beispiel finde ich bei Miele.de. Wenn ich mir dort die Produkte anschaue, sehe ich, dass die Waschmaschinen bei denen Waschvollautomat oder Toplader/Frontlader heißen, aber eben nicht “Waschmaschinen” - also so, wie man es in eine Suchmaschine eintippen würde.

Für “waschvollautomaten” belegt Miele auch direkt die ersten beiden Positionen bei Google, für “waschmaschinen” finde ich Miele.de nicht in den Top 100. Nun wäre es ja ein leichtes, das textlich auf der Website zu ändern. Aber da gibt es wahrscheinlich Stimmen im Unternehmen, die - ob zu Recht oder nicht - Argument wie die folgenden vorbringen:

  • Das haben wir schon immer so genannt.
  • Waschmaschinen kauft eh keiner im Internet. (Stimmt nicht, Martin hat schon eine über’s Internet gekauft)
  • Das steht auch so im Prospekt und wir hätten es gerne einheitlich.
  • Dann müssen wir das auch in allen X Ländern ändern.

Ich kenne diese Diskussionen natürlich. Je größer das Unternehmen, je komplexer die Verkaufskanäle, desto schwieriger ist es, an solchen Schrauben zu drehen.

Naja, zum Glück kann man dann immer noch AdWords machen. Obwohl… also, Miele schaltet für Waschmaschinen gerade keine Werbung. Da gibt’s also noch jede Menge Potenzial :)

Kategorie: SEO | 2 Kommentare »

Sitelinks nicht nur bei Startseiten

Mittwoch 18. März 2009 von Markus

Google-Sitelinks kannte ich ja schon, aber es war mir gar nicht so klar, dass es die auch für Unterseiten einer Website geben kann. Zugegeben, es gibt nicht sehr viele davon, selbst bei den großen Portalen. Aber einige gibt es dann doch, z.B. “mietspiegel münchen”:

muenchen-sitelinks

Wenn man mal Erfolgsfaktoren für Sitelinks zusammenträgt, findet man zwar einige, aber für alle gibt es auch gute Gegenbeispiele. Meiner Meinung nach ist - ähnlich wie bei den Startseiten-Sitelinks - die sehr gute thematische Verlinkung wichtig. Die Seite auf Muenchen.de erfüllt dieses Kriterium sicherlich und verfügt über viele gute Verlinkungen von Websites wie welt.de, sueddeutsche.de und mietspiegelportal.de.

Interessant ist, dass die Unterseiten-Sitelinks nicht über die Google Webmaster Tools angezeigt werden. Dort erscheinen derzeit nur die Sitelinks der Startseite. Die Unterseiten haben nämlich durchaus andere Sitelinks als die Startseite - auch, wenn diese nicht immer unbedingt perfekt zum Thema passen.

Könnte also durchaus sein, dass Google diese Unterseiten-Sitelinks selber noch nicht auf dem Schirm hat.

Kategorie: SEO | 2 Kommentare »

Google kündigt Interest Based Advertising an

Donnerstag 12. März 2009 von Martin

Google möchte in Zukunft eine noch genauere Zielgruppenansprache ermöglichen und führt ab April das “Interest Based Advertising” ein. Wer über AdSense wirbt kann damit gezielt Benutzer ansprechen, die sich für ein bestimmtes Thema interessieren. Ein Shop für Digitalkameras könnte also speziell Leute ansprechen, die sich für Digitalkameras interessieren. Diese bekommen dann Digitalkamera-Werbung auf Websites, die AdSense einsetzen, angezeigt.

Zur Identifizierung von Nutzerinteressen sammelt Google Daten im AdSense-Netzwerk und auf YouTube. Wenn jemand also auf einer Digitalkamera-relevanten Seite surft, nimmt Google dies als Hinweis, dass sich der Nutzer für dieses Thema interessiert. Benutzer können das Sammeln der Daten unterbinden, indem sie diese bei den Anzeigenvorgaben deaktivieren (oder eben ihre Cookies deaktivieren/regelmäßig löschen). Alternativ lassen sich auf dieser Seite die gespeicherten Interessenskategorien einsehen und bearbeiten.

Am 9. April wird Google zunächst im Rahmen einer geschlossenen Beta-Phase mit der Auslieferung von Interest Based Ads beginnen. Bis dahin sollen möglichst viele Publisher des AdSense-Netzwerks den Nutzungsbedingen zustimmen, damit die Datensammlung beginnen kann.

Ob Google mit dem Interest Based Advertising der nächste große Wurf gelingt, bleibt erstmal abzuwarten. Werbung in Suchmaschinen hat (meistens) einen Bezug zu dem, was der Nutzer gesucht hat, deshalb funktioniert sie so gut. Kontextbezogene Werbung über AdSense hat immerhin noch einen Bezug zu dem, wofür sich der Nutzer gerade interessiert. Damit interessensbezogene Werbung einen Vorteil bietet, müsste sie schon solche Interessen identifizieren, die für den Nutzer dauerhaft relevant sind. Gerade die Themen, die man mit einer Kaufabsicht verfolgt, sind meistens erledigt, wenn der Kauf getätigt ist. Wichtig wäre auch, wie genau sich die Themen eingrenzen lassen, auf die geworben wird. Die möglichen Einstellungen der Anzeigenvorgaben deuten eher auf eine grobe Kategorisierung von Interessen hin. Möglich ist aber natürlich auch, dass Google sich von den Nutzern hier nicht allzu sehr in die Karten gucken lassen will.

Interessant dürfte die ganze Sache im Hinblick auf den Datenschutz werden. Google führt ins Feld, dass die gesammelten Daten nicht mit Namen oder anderen personenbezogenen Daten verknüpft werden. Auch spricht Google nur von Daten, die über AdSense und YouTube gesammelt werden, viele weitere Datenquellen (Google Suche, Analytics, etc.) bleiben also außen vor. Dennoch dürfte es für Google nur ein kleiner Schritt sein, alle Daten zu verknüpfen, um die Datenqualität stark zu erhöhen. Klar, Google hat schon immer viele Daten gesammelt, jedoch wurde noch nie so klar kommuniziert, was damit geschehen soll. Es ist also gut möglich, dass Google hier nochmal Gegenwind bekommt, falls das Thema in den Medien aufgegriffen wird.

Kategorie: SEM | 2 Kommentare »

inLinks.de: Marktplatz für gekaufte Textlinks in Blogs

Mittwoch 4. März 2009 von Markus

Ich bin heute schon in mehreren Blogs über inLinks.de gestolpert, einen neuen Marktplatz für statische Textlinks in Blogs. Bei Selbststaendig-im-Netz.de gibt’s z.B. ein gutes Interview mit den Machern.

Bei Durchsicht der Website fällt mir vor allem auf, dass man ein bisschen um den heißen Brei drumherum redet - sicherlich aus gutem Grund. Dass das ganze für SEOs interessant ist, die ein paar gute keywordlastige Links haben wollen, ist klar. Aber davon redet auf der Website irgendwie niemand :)

Ich fänd’s auch fair, wenn der Dienst wenigstens auf die Gefahren für Blog-Betreiber und Werbende hinweist. Da hier statische Links ohne Tracking eingebaut werden, kann man einem Blog nicht ansehen, ob die Links manuell gesetzt wurden oder durch inLinks.de beigesteuert wurden. Aber wenn Google dieser Nachweis dann doch mal gelingt, geht’s mit dem Blog bergab. Und vielleicht auch mit der werbenden Website.

Der Grundsatz, dass Google nur die verlinkende Website bestraft, könnte auch mal fallen. Und dann geht’s eben nicht nur einigen Blogs, sondern auch den verlinkten Websites an den Kragen.

Kategorie: SEO | Keine Kommentare »

Ist Twitter gut für SEO?

Dienstag 3. März 2009 von Markus

Ich hatte erst überlegt, einen suchradar-Artikel zum Thema “Twitter & SEO” zu schreiben, aber irgendwie gibt das Thema meiner Meinung nach nicht genug her. Interesse scheint aber definitiv da zu sein. Bin heute morgen bei der Lektüre direkt über zwei Beiträge zum Thema gestolpert:

Meine Meinung dazu kann man wirklich in kurze Worte fassen:

  • In Bezug auf SEO und vor allem Linkaufbau halte ich Twitter für recht wertlos, zumindest, was die direkte Verlinkung angeht. Twitter.com verlinkt zwar raus, aber eben mit nofollow. (Meiner Meinung deren beste Entscheidung, weil sonst tausende SEOs da sofort aktiv würden)
  • Indirekt kann das alles ja schon was bringen, weil ein Follower vielleicht eine Nachricht sieht und das in seinem Blog kommentiert. Damit das funktioniert, braucht man aber schon viele Follower. Außerdem könnte man denselben Effekt wohl auch mit einem Blog erreichen.
  • Es gibt ja noch mehr als Twitter.com. Micro-Blogging-Plattformen gibt es durchaus mehrere, von denen einige auch keine Nofollow-Links haben.

Kategorie: SEO | 2 Kommentare »