Neuer Google Sitemap Generator
Donnerstag 15. Januar 2009 von Martin
Google hat einen neuen Sitemap Generator veröffentlicht welcher direkt auf einem Webserver installiert wird und dadurch ganz neue Möglichkeiten bietet. Bisher beruhten Tools für die Erstellung von Sitemaps darauf, eine Website zu crawlen und die gefundenen Files in eine Sitemap zu stecken. Googles Sitemap Generator dagegen betrachtet den Traffic des Servers, wertet Logfiles aus und erfasst die Dateien auf dem Webserver selbst. Dadurch können nicht nur URLs gefunden werden, die einem Crawler eventuell verborgen bleiben würden, auch lassen sich wichtige URLs von weniger wichtigen unterscheiden und Aktualisierungen werden sofort erfasst.
Vor allem das Auffinden von URLs, die ein Crawler nur schwer oder gar nicht findet, hat natürlich einen großen Vorteil. Dadurch wäre es z.B. möglich, Inhalte, die nur über ein Formular zu finden sind, dennoch in die Sitemap aufzunehmen. Ein Verlag, an dessen Heftarchiv man nur kommt, wenn man ein Suchformular ausfüllt, hatte bisher wenig Chancen, dieses Archiv über Suchmaschinen zu finden. Mit dem Sitemap Generator könnte er dieses Archiv aber problemlos in die Sitemap aufnehmen, diese an Google schicken und die Inhalte so indexiert bekommen.
Ersetzt der Sitemap Generator deshalb suchmaschinenfreundliche Strukturen? Nicht ganz, denn Suchmaschinen, allen voran Google, schließen aus der internen Verlinkung einer Website, wie wichtig bestimmte Inhalte sind. Zwar stehen Gewichtungen auch in der Sitemap, zu dieser hat Google aber wenig Vertrauen. Denn in die Sitemap kann man erstmal alles schreiben, unabhängig davon, welches Programm diese erstellt hat. Man bekommt also über Sitemaps weitere Inhalte in den Index, hat allerdings schlechte Chancen, damit auch gut zu ranken.
Ganz so schnell verbreiten dürfte sich der Sitemap Generator nicht: Er ist als Server-Plugin für Apache oder IIS konzipiert. Wer nicht selber einen Webserver verwaltet, kann das Tool also erstmal nicht einsetzen. Google setzt aber darauf, dass der eine oder andere Webhoster das Plugin installiert und es seinen Kunden zur Verfügung stellt.
Leichtfertig einsetzen sollte man das Tool allerdings nicht. Denn auch wenn die Open Source-Software außer den Sitemaps keine weiteren Informationen an Suchmaschinen sendet, kann sie ohne richtige Konfiguration ein Datenschutzrisiko darstellen, etwa wenn übermittelte URLs Benutzerinformationen oder gar Passwörter enthalten.
Martin
Martin Röttgerding ist Head of SEM bei der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion. Er bloggt und twittert hauptsächlich zu Google AdWords und schreibt für das suchradar.
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Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 15. Januar 2009 um 16:38 und abgelegt unter SEO. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.



Donnerstag 15. Januar 2009 um 21:10
Wochenrückblick 3/08 Sitemap, Russen, Interviews und SEO-Denken…
Nach dem ich in den letzen Tagen mich nahezu gar nicht mehr in diesem Blog gemeldet habe, möchte ich dennoch ein paar Artikel hervorheben, welche mir beim eifrigen Feed lesen unter die Augen gekommen sind.
Derzeit beschäftige ich mich mit e…
Freitag 16. Januar 2009 um 23:52
[...] steht erstmal nur Webmastern zur Verfügung und mehr Informationen dazu kann man auch noch bei den Internetkapitänen [...]
Montag 19. Januar 2009 um 11:39
[...] Neuer Google Sitemap Generator von Internetkapitäne [...]
Sonntag 21. Februar 2010 um 03:21
hm,
wie finde ich denn meine version raus vom server, um rauszufinden welchen download ich wählen muss….